Aufzucht

Die ersten 16 Wochen sind für die Welpen von enormer Wichtigkeit; die in dieser Zeit gemachten (oder nicht gemachten !!) Erfahrungen prägen den Hund für das ganze weitere Leben. Verpasstes kann nicht mehr aufgeholt werden... Welpen sollen also nicht einfach im "Gartenhäuschen" oder Zwinger weggesperrt und sich selbst überlassen werden. Denn je früher die Förderung beginnt — natürlich immer dem Reifegrad des Welpen entsprechend, desto besser, denn nur so kann sich das Gehirn richtig entfalten. Mehr darüber hier >>.

 

Die Auswahl des Welpen

Meistens wünschen sich Welpeninteressenten "...tricolour, viel schwarz!". Das kurze, anliegende und wetterfeste Fell des Beagle kann aber auch zweifarbig braun/weiss ("tan and white"), rot-weiss ("red and white") zitronengelb-weiss ("lemon and white") oder z.B. harepied (ein in sich meliertes Haar) sein. Ausserdem können die dreifarbigen Beagle eine durchbrochene Decke haben und das Schwarz verwandelt sich beim erwachsenen Beagle mehr oder weniger schnell in Braun.
Beim Beagle werden dreifarbige Hunde fast schwarz mit kleinen weissen und braunen Abzeichen geboren. Die Zweifarbigen sind fast weiss bei der Geburt. Das Braun und Rot in den verschiedenen Schattierungen erscheint erst langsam innerhalb der ersten drei Lebensmonate. Weisse Anteile, wie z.B. die Blesse, werden deutlich kleiner, schrumpfen also. Bei manchen Welpen ist das Schwarz durchsetzt mit weissen Grannenhaaren, die innerhalb der ersten Monate ausfallen. Es bedarf deshalb einiger Erfahrung, um das Aussehen des erwachsenen Hundes vorauszusagen.

Rüde oder Hündin?

Auch über die Wahl des Geschlechts machen sich viele Leute Gedanken. Viele Faktoren spielen da eine Rolle, die weit über Läufigkeit oder Revier markieren hinausgehen. Der Volksmund sagt, dass Hündinnen leichter zu handhaben sind als Rüden. Sie seien anhänglicher, gelehriger, wollen selten ihren Kopf durchsetzen. Es gibt allerdings auch dominantere Hündinnen und gerade beim Beagle sind die Rüden durchaus auch schmusig und friedfertig. Deswegen sollte hier nicht pauschalisiert werden.

Bei der Auswahl "Ihres" Welpen wird empfohlen, nicht nach Farbe und Zeichnung auszuwählen und eigentlich sollte auch Geschlecht nicht den Ausschlag geben, sondern nur eine untergeordnete Rolle spielen. Viel wichtiger ist doch, dass der Hund vom Charakter und Temperament her zu den Bedürfnissen und der Lebensart der neuen Besitzer passt! Denn jeder Welpe ist ein Unikat, eine eigene kleine Persönlichkeit mit seinem eigenen Charakter, ebenso wie es sich bei uns Menschen auch verhält.